Steuern sparen mit beschleunigter Abschreibung

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Eine gesetzliche Änderung macht es Unternehmern möglich Investitionen schneller abzuschreiben. Davon sind Anschaffungen betroffen, die ab 01.07.2020 getätigt werden. Wie funktioniert nun diese beschleunigte (degressive) Abschreibung? 

 

Nehmen wir an, ein Unternehmer kauft eine neue Biegemaschine um EUR 60.000 exklusive Umsatzsteuer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird mit 10 Jahren angenommen. Bisher war es dem Unternehmer möglich, EUR 6.000 pro Jahr für diese Maschine steuerlich geltend zu machen. Somit können zB innerhalb der ersten drei Jahre EUR 18.000 von der Steuer abgesetzt werden. Das neue Modell ermöglicht es dem Unternehmer, in einem Jahr 30 % des Buchwerts abzuschreiben. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies eine Abschreibung in Höhe von EUR 18.000 bereits im ersten Jahr! Im zweiten Jahr der Nutzung können weitere EUR 12.600 abgeschrieben werden und im dritten Jahr nochmals EUR 8.820. In diesen ersten drei Jahren kann der Unternehmer mit der neuen Methode also EUR 39.420 statt EUR 18.000 steuerlich absetzen. Das entspricht rund 2/3 der ursprünglichen Anschaffungskosten!

 

Ausgenommen von diesem neuen Abschreibungsmodell sind unter anderem:

• Gebäude

• PKW mit CO2-Ausstoß >0

• Gebrauchte Wirtschaftsgüter

• Anlagen iZm fossilen Energieträgern 

• Unkörperliche Wirtschaftsgüter – außer in den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit/Life-Science

 

Für Gebäude wurde zwar auch eine Abschreibungs-Begünstigung eingeführt, aber nicht in diesem Ausmaß. Betrieblich genutzte Gebäude, die ab 01.07.2020 angeschafft werden, können im ersten Jahr zu 7,5 % von der Steuer abgeschrieben werden und im zweiten Jahr zu 5,0 %. Ab dem dritten Jahr sind Gebäude dann wieder regulär mit 2,5 % von der Steuer absetzbar. Die Anwendung der beschleunigten Abschreibung ist freiwillig. Möchte ein Unternehmer seine Anschaffungen - wie bisher - linear abschreiben, ist das weiterhin möglich. 

Neben der Möglichkeit der beschleunigten Abschreibung profitieren Unternehmer bei Anschaffungen aktuell auch von der Investitionsprämie. Diese beträgt generell 7 % der Anschaffungskosten der förderfähigen Investitionen, in Ausnahmefällen sogar 14 %. Sollten aktuell größere Investitionen anstehen, ist jetzt die Zeit, diese Anschaffungen vergleichsweise äußerst günstig durchzuführen.

 

Foto © Fotostudio Alexandra
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