Die Reichweite passt

Unterwegs im neuen Kia e-Niro

In unserem Elektroauto-Test fuhren wir diesmal den neuen Kia e-Niro. Optisch unterscheidet er sich nicht wesentlich vom „normalen“ Niro. Das Styling passt, es ist zeitlos und ansprechend. Viel spannender ist aber die Frage: „Was kann der Elektro-Crossover?“ Wir finden, eine ganze Menge!

 

Wir fuhren die Long-Range Version in der Topausstattungslinie „Platin“. Mit seiner 64 kWh Batterie stehen 204 PS zur Verfügung. Die Reichweite gibt Kia mit bis zu 455 km an. In der Praxis bleiben, je nach Außentemperatur, rund 400 km übrig. Die sind aber durchaus realistisch. Trotz Heizung, Musik und Co. blieb der Akku immer sehr stabil, was für viel Vertrauen beim Fahrer sorgt. Der sonst regelmäßige Blick auf die Akkuladung entfällt schon nach einigen Fahrten. Auch der E-Motor macht mit 204 PS richtig Spaß. Das ist eben der Vorteil eines Elektroautos – vom Start weg steht die Leistung zur Verfügung. Irgendwann muss man dann aber doch laden. Wir nutzten öffentliche Ladestationen. Dort geht es eigentlich recht schnell – die 80% Marke erreicht der Kia, je nach Ausgangsladung, meist nach rund 45-60 Minuten. Wer 100% will, muss sich etwas länger gedulden.

 

Der Kia e-Niro bietet ein gutes Gesamtpaket. Für den Alltag reicht die Ladung locker, hinzu kommt das gute Raumangebot sowie eine umfangreiche Ausstattung. Und auch der Preis ist für ein Elektroauto in Ordnung. Los geht es bei 37.990 Euro für die 39,2 kWh Batterie mit 136 PS. Das obere Ende markiert unser Testwagen mit Komplettausstattung und großer Batterie bei 49.590 Euro.

 

Fotos: © Gerald Garms