Thermische Sanierung von historischen Fassaden auf höchstem Niveau

Gründerzeithäuser technisch-wirtschaftlich und authentisch zu sanieren ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Im Einklang mit Bauordnung und Ensembleschutz ist es Austrotherm mit der „Fassadensanierung Premium“ gelungen, Außenhüllen von Gründerzeitgebäuden originalgetreu zu reproduzieren und einer energetischen Optimierung zu unterziehen, die hocheffizient und leistbar ist. Die neue Lösung kombiniert die leistungsstarke Austrotherm Resolution als Fassadenplatte mit wiederhergestellten Fassadenprofilen.

 

Austrotherm setzt beim Start in die Bausaison 2021 mit der „Fassadensanierung Premium“ auf den innovativen und nachhaltigen Erhalt von historischen Gebäuden: Eine schlanke, hocheffektive Wärmedämmplatte „Austrotherm Resolution“ gewährleistet zusammen mit originalgetreu rekonstruierten Fassadenprofilen energiesparendes Wohnen hinter klassisch gestalteten Ansichten. In der Graf-Starhemberg- Gasse im 4. Wiener Gemeindebezirk brachte diese Produktentwicklung ein historisches Baujuwel wieder zum Strahlen, obwohl zu Beginn des Dachbodenausbaus inklusive thermischer Sanierung einige Hürden zu meistern waren.

 

Gebäude aus der Gründerzeit: historisch wertvoll – energetisch mangelhaft

Jedes fünfte Gebäude in Wien wurde vor 1919 erbaut und bietet heute Wohnraum für über 500.000 Menschen. Das sind aktuell mehr als 30.000 Gebäude, von denen rund 20.000 in die Kategorie der Gründerzeit-Zinshäuser im engeren Sinn fallen. Österreichweit existieren mehr als 600.000 Wohnungen in Gebäuden aus dieser Bauperiode. Die thermische Sanierungsrate in diesem Segment liegt immer noch weit unter 1 Prozent pro Jahr.

 

Dicke Ziegelwände, wie sie in klassischen Gründerzeitgebäuden bestehen, gelten für die energietechnische Qualität landläufig als „ausreichend“. „Fakt ist jedoch, dass ein vor 1919 gebautes Zinshaus einen Heizwärmebedarf von 120 - 250 kWh/m2a aufweist. Sie sind also um den Faktor 5 schlechter, als neu errichtete Wohnanlagen, die seit 1.1.2021 europaweit dem Niedrigstenergiehausstandard entsprechen müssen,“ sieht Austrotherm Vertriebs- Geschäftsführer Robert Novak, „noch viel Sanierungspotenzial allein in dieser Gebäudekategorie“. Das zu Recht, denn dieser Umstand wird bei einem Dachgeschoßausbau schlagend. Zumal ein bestimmter Energiewert für das gesamte Gebäude zu erreichen ist und eine hocheffiziente Dämmung benötigt wird.

 

Wenig Platz für Außendämmung benötigt leistungsstarke, schlanke Dämmung

Bei den Sanierungsarbeiten des Gründerzeithauses in der Graf-Starhemberg-Gasse waren die Sanierungsexperten mit ungedämmtem Mauerwerk konfrontiert, das aufgrund des ermittelten Heizwärmebedarfs wenig Spielraum ließ. Eine herkömmliche Außendämmung hätte die baurechtlich zulässigen Maße weit überschritten. Mit der hocheffektiven Wärmedämmplatte Austrotherm Resolution (Lambdawert 0,022 W/(mK)) benötigte man hier lediglich eine Dämmdicke von fünf Zentimetern anstelle der rund zehn Zentimeter, die eine gleich wirkungsvolle herkömmliche Dämmung in Anspruch genommen hätte. Generalunternehmer Arch. DI Stefan Widerhofer: “Die Herausforderung war, dass wir nur in geringem Maß vor die Baulinie kommen durften. Mit der Austrotherm Resolution erhielten wir 100 Prozent Dämmung“.

 

Eine effiziente Wärmedämmung hat bei historischen Gebäuden auch eine ökologische Komponente. Sie ist in Zahlen einfach und klar darstellbar: „Das Verhältnis der Herstellenergie von Austrotherm Dämmplatten im Vergleich zur gesamten eingesparten Energie an der Fassade beträgt bis zu 1:100. Es wird also hundert Mal so viel CO2 eingespart, wie bei der Herstellung produziert wird“, erläutert Robert Novak.

 

Historische Ansichten sind mit Austrotherm Fassadenprofilen umsetzbar

Der Zahn der Zeit nagt besonders an historischen Fassadendetails. Wenn stark angegriffener Stuck abgeschlagen werden muss, schaffen Austrotherm Fassadenprofile mithilfe detaillierter Rekonstruktionen wieder eine vollständige und authentische Außenansicht. Haltbarkeit für die Zukunft gewährleistet dabei eine witterungsbeständige Beschichtung, die sie widerstandsfähig machen. Mithilfe von individuellen Zuschnitten ist es möglich, die Fassade originalgetreu zu rekonstruieren; nahezu jede Form ist realisierbar. Die Originalmaße der vorhandenen Profile werden abgenommen, um sie im Austrotherm Werk Pinkafeld 1:1 nachzubauen. Zusätzlich werden die Bestandsflächen vermessen und deren Daten auf die leere Fläche übertragen, wo die neuen Elemente punktgenau angeordnet werden.

Gesimse, Zierelemente, Fensterrahmungen und Bossenfassade sowie weitere Fassadenprofile bedecken nun fast die ganze Fassadenfläche des Gründerzeithauses in der Graf-Starhemberg-Gasse. „Mit Austrotherm Fassadenprofilen fand man eine Ideallösung zur Erhaltung des Stadtbildes. Dies gelang in enger Abstimmung mit der Magistrats-Abteilung für Architektur und Stadtgestaltung, MA19, die sehr interessiert an unserer Lösung war“, resümiert Arch. DI Stefan Widerhofer.

 

Fotos © Austrotherm