Im Gespräch mit Vanessa Oliveri…

…Facharbeiterin bei Spitzer Dach in Graz. Vanessa hat sich nach ihrer Lehre in der Gastronomie für das Spengler- und Dachdeckerhandwerk entschieden. Was sie an diesem Beruf so liebt, erzählt sie in einem kurzen Interview.

 

Warum hast du dich für den Beruf als Spenglerin / Dachdeckerin entschieden?

Ich finde den Beruf sehr interessant, da man so viele verschiedene Arbeiten machen kann und der Arbeitsalltag nicht eintönig wird. 

 

Was macht für dich den Reiz dieses Handwerks aus und was magst du ganz besonders an deiner Arbeit?

Der Reiz daran ist, dass man sich ständig verbessern kann. Man findet immer wieder andere Lösungen und lernt dauernd etwas Neues dazu. Ganz besonders mag ich das Schweißen von Folien, Bitumen flämmen und das Spengeln – ich kann mich ehrlich gesagt nicht entscheiden, was ich das alles am liebsten mache.

 

Wie hat dir deine Lehrzeit im Betrieb und in der Berufsschule gefallen?

Durch meine vorherige Ausbildung in der Gastronomie, war ich ja doch schon etwas älter als andere Lehrlinge und konnte eine verkürzte Lehre machen, das heißt, nur zwei Jahre Lehrzeit, statt 4 Jahre. Trotzdem konnte ich mit den anderen Lehrlingen in der Berufsschule ziemlich gut mithalten: von den drei Jahren in der Berufsschule konnte ich eines mit Auszeichnung und zwei mit gutem Erfolg abschließen. 

Der Betrieb hat mich von Anfang an sehr gut aufgenommen und mich immer unterstützt. Bei vielen Kollegen musste ich mich allerdings auch erst beweisen, bis ich wirklich ernst genommen wurde. Es ist ja doch noch immer ein „Männerberuf“, in dem man es als Frau nicht immer einfach hat. Aber gerade das war jeden Tag eine zusätzliche Motivation, um immer besser zu werden. Ich habe sehr gute KollegInnen, die mich respektieren und meine Arbeit wertschätzen.

 

Wenn du einen Blick in die Zukunft wagst, wo siehst du dich in 10 Jahren bzw. was sind deine nächsten Ziele?

Die Zukunft ist eigentlich noch unklar, ich genieße derzeit meine Tätigkeit als Spenglerin/Dachdeckerin. Natürlich möchte ich auch einmal eine Familie gründen. Ich will aber einfach von Tag zu Tag besser werden.