Pretty in Pink - Flüssigkunststoff, Klischees und neue Perspektiven

24 ‚Mädelz‘ stehen ihren Mann – gerade der pinkfarbenen Gummihandschuhe wegen!

 

Mädchen in Männerberufen, gibt es das eigentlich noch? Nein, denn Männerberufe sind längst keine reine Männersache mehr und das ist gut so! Dennoch ist die Frauenquote in den meisten sogenannten Männerberufen verschwindend gering – auch im Dachdecker- und Klempnerhandwerk. Um so beachtlicher sind die Bemühungen einer kleinen Gruppe von Dachhandwerkerinnen, die in den sozialen Netzwerken als „Die Dachdeckermädelz“ von sich reden machen. Wichtige Branchenereignisse wie Messen oder Fachtagungen besuchen sie gemeinsam – Weiterbildungsangebote wie die Schulungen des Enke-Werks ebenso. Und weil man(n) bei Enke neuen Trends gegenüber stets aufgeschlossen ist, organisierte das Enke-Schulungsteam um Schulungsleiter Volker Schneider kurzerhand ein Flüssigkunststoff-Training speziell für Frauen. Nicht weil Dachdeckerinnen besondere oder anders aufbereitete Informationen benötigen, sondern weil die Dachdeckermädelz Zeichen setzen wollen. Weil sie zeigen wollen, wie gern sie ihren Beruf ausüben und weil sie mit gestandenen Dachdeckern mithalten können. Stopp! Darum geht es eigentlich überhaupt nicht, ist sich Gastgeber und Enke-Inhaber Uli Kainzinger sicher: „Natürlich gibt es Handwerkerinnen, die sich in Bezug auf ihre Fähigkeiten oder ihr Fachwissen mit männlichen Kollegen messen wollen und manchmal auch müssen. Das geht prinzipiell in Ordnung – ist meiner Meinung nach aber absolut unnötig“. Stattdessen verweist Kainzinger auf Fakten: „Dachdeckerinnen und Klempnerinnen schließen ihre Ausbildung in theoretischen und praktischen Fächern mit hervorragenden Noten ab. Jüngstes Beispiel ist Elisa Singler, Jahrgangsbeste der Landesfachklasse für Klempner in Neu-Ulm. Fachlehrer und Ausbilder an Berufsschulen und in Betrieben machen längst kein Geheimnis daraus, dass talentierte Handwerkerinnen den Ehrgeiz ihrer männlichen Kollegen wecken und so das Qualitätsniveau einer gesamten Klasse positiv beeinflussen. So gesehen ist es in der Ausbildung wie im echten Leben. Gemeinsam geht vieles leichter. Gemeinsam sind Frauen und Männer stark!“

 

Wir sind die Dachdeckermädelz...

... verteilt über ganz Deutschland machen wir die Welt der Dächer ein wenig bunter und fröhlicher, ist auf der Facebookseite der Dachdeckerinnen zu erfahren. Doch die ‚Mädelz‘ sind nicht nur angetreten um den Arbeitsalltag zu bereichern oder ihn kurzweiliger zu gestalten. Die Azubis, Gesellinnen und Meisterrinnen machen sich stark: Für Frauen in Männerberufen. Für Qualität durch entsprechend hochwertige Aus- und Weiterbildung. Und für den Nachwuchs. Dachdeckerin und Miss Handwerk 2012 Nina Franke ist eine von ihnen. Seit rund zehn Jahren macht sie ihr Ding und ist noch immer begeistert dabei. Eine Ausbildung im Dachhandwerk kann sie wärmstens empfehlen. Inzwischen hat sie sich in vielen Bereichen weitergebildet – hat als Industriekletterin und Spenglerin Erfahrungen gesammelt. Den Erfahrungsaustausch mit den Dachdeckermädelz schätzt sie daher ebenso wie die Teilnahme an verschiedenen Weiterbildungsangeboten, zum Beispiel das im Düsseldorfer Enke-Werk.

 

Pinkfarbener Flüssigkunststoff

Wer Enke kennt weiß, dass die Arbeit mit den einkomponentigen Flüssigkunststoffen nicht nur einfach ist, sondern gemeinsam mit dem E-Team besonders großen Spaß macht. Entsprechend überrascht waren die Dachdeckerinnen, als sie die roten Enkopur-Eimer öffneten. „Den sonst grauen oder schwarzen Flüssigkunststoff haben wir eigens für die ‚Mädelz‘ als Pink-Limited-Edition hergestellt“, sagt Kainzinger. „Nicht um uns über die Damen lustig zu machen, sondern im Gegenteil – um ihren Einsatz für die Branche entsprechend zu würdigen. Genau aus diesem Grund haben wir vom E-Team mit unseren Gästen auch über Chancen und Möglichkeiten für Frauen in Männerberufen diskutiert. Mein persönlicher Tipp lautet: Frauen, die ihr fachliches Know-how mit weiblichen Eigenschaften wie Stilsicherheit, Kreativität oder Einfühlungsvermögen kombinieren haben als Handwerkerin sowie als Dienstleisterin im Handwerk hervorragende Zukunftsperspektiven.“ Den Beweis erbrachten die Dachdeckermädelz direkt vor Ort: Weil es sich gehört und alles seine Ordnung haben muss, haben sie zur Enke-Schulung eigens pinkfarbene Einweghandschuhe mitgebracht. Nebenbei bemerkt: Das Enkopur-Gebinde von Mädelz-Trainer Rolf Dombrowski beinhaltete hellblauen Flüssigkunststoff, denn Humor gehört bei Enke dazu.

 

Enke unterstützt Handwerkerinnen in Dachberufen

Inspiriert von den konstruktiven Gesprächen mit den Dachdeckermädelz hat sich das E-Team dazu entschlossen, Dachdeckerinnen, Klempnerinnen, und Zimmerfrauen eine gemeinsame Plattform anzubieten. Dieser neue Enke-Service soll dazu dienen, entsprechenden Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und Frauen in Dachberufen eine Stimme zu geben. Kainzinger sieht diesen Schritt als konsequente Weiterentwicklung der Enke-Impulscamps. Als Mann der Tat hat er sogar eine spezielle E-Mail-Adresse für Interessentinnen eingerichtet: Unter frauen-im- dachhandwerk(at)enke-werk.de ist das E-Team jeder Zeit erreichbar. Fortsetzung folgt!

 

www.enke-werk.de

frauen-im-dachhandwerk(at)enke-werk.de

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www.enke-werk.de

 

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