Steuertipps zum Jahresende

1. Gewinnfreibetrag bei Einzelunternehmen und betrieblichen Mitunternehmerschaften

Der Gewinnfreibetrag mindert die Steuerbasis und besteht aus dem investitionsunab-hängigen Grundfreibetrag (13% des Gewinnes, max 3.900€, = Gewinn 30.000€) und dem investitionsbedingten Gewinnfreibetrag. Letzterer ist gestaffelt und beträgt bis zu einem Gewinn von 175.000€ 13% des Gewinnes. Für diesen müssen bestimmte tatsächliche In-vestitionen durchgeführt werden, wie Anschaffung neuer Güter, keine PKW, Mindestbe-haltedauer 4 Jahre etc.

Als Anschaffung gelten auch bestimmte Wertpapiere. Welche dies sind, erfahren Sie in Ihrer Bank. 

 

2. Registrierkassen

Zum Ende des Kalenderjahres ist (auch bei abweichendem Wirtschaftsjahr) ein signierter Jahresbeleg auszudrucken, zu prüfen und aufzubewahren. Die Überprüfung kann manuell mit der Belegcheck-App des BMF oder automatisiert durch Ihre Registrierkasse durchge-führt werden.

Zumindest quartalsweise ist das vollständige Datenerfassungsprotokoll extern zu spei-chern und aufzubewahren.

 

3. Steuerstundung (Zinsgewinn) Bilanzierer

Noch nicht abrechenbare Leistungen (halbfertige Waren) werden in der Bilanz nur mit ihren bisher angefallenen Kosten aktiviert. Die Gewinnspanne wird erst mit Rechnungs-legung realisiert. Anzahlungen sind nicht ertragswirksam, sondern stellen lediglich Ver-bindlichkeiten des Unternehmens dar.

Es kann mit Abnehmern die Fertigstellung der Ware für das Folgejahr vereinbart werden.

 

4. Steuerstundung (Zinsgewinn) Einnahmen-Ausgabenrechnern

Maßgebend für das steuerliche Ergebnis ist bei EA-Rechnern der Zahlungszeitpunkt. Durch die Zahlung notwendiger Ausgaben noch im alten Jahr kann dadurch der Gewinn geschmälert, durch Zurückbehalten ins Folgejahr erhöht werden.

Analoges gilt für Kundenzahlungen, die vom Unternehmer aber nicht beeinflusst werden können.

 

5. Geringwertige Wirtschaftsgüter

Investitionen bis 800€ können im Jahr der Anschaffung sofort und zur Gänze steuermin-dern abgesetzt werden. Bei EA-rechnern muss auch die Zahlung im Wirtschaftsjahr der Anschaffung erfolgen.

 

6. Abschreibungen

Die Afa kann erst ab Inbetriebnahme erfolgen. Bei Anschaffungen in der zweiten Jahres-hälfte steht der halbe Afa-Betrag zu.

Für Gebäude, die nach dem 30.6.2020 angeschafft oder hergestellt wurden, kann unter bestimmten Voraussetzungen im ersten Jahr das 3-fache, im Folgejahr das 2-fache des bisher gültigen Afa-Satzes geltend gemacht werden. Die Halbjahresregel ist nicht anzu-wenden.

 

7. Forschungsprämie

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Forschungsprämie von 14% der For-schungsaufwendungen geltend gemacht werden. Bei eigenbetrieblicher Forschung ist ein Gutachten der FFG vorzulegen.

 

8. Arbeitnehmerveranlagung

Bis 3.12.2021 letztmalig für das Jahr 2016

 

Stand 19.11.2021

Mag. Reinhold Koch

Koch und Partner Steuerberatungs GmbH

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